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Über den Heiligen Geist

Von 
SE Walldorf-St. Leon-Rot
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Ostern liegt noch nicht allzu lange hinter uns. Auch in diesem Jahr haben wir dieses Fest mit einigen Einschränkungen begangen. Nun befinden wir uns schon auf dem Weg zum Pfingstfest. Mit dem Pfingstfest endet die fünfzigtägige Osterzeit. Neben Weihnachten und Ostern ist Pfingsten das dritte große Fest, das wir Christen feiern. Ein Fest, das für uns von Bedeutung ist, denn wir gedenken dem Ereignis, wie der Heilige Geist über die Jünger kam und sie erfüllte.

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Der Heilige Geist – so leicht sprechen wir von ihm, aber welche konkrete Vorstellung haben wir davon? Der Heilige Geist ist in jedem Gottesdienst in aller Munde, aber es ist auch für mich als Theologin nicht immer einfach zu vermitteln, um wen oder was es sich dabei handelt. So ist es nicht verwunderlich, dass mich meine Schüler*innen erst einmal ins Stocken brachten, als sie fragten, was es denn mit dem Heiligen Geist auf sich habe.

Für mich ist der Heilige Geist nicht nur eine Geistkraft, die an Pfingsten und bei der Firmung eine Rolle spielt, sondern sie ist mehr als das. Ich verbinde mit dem Geist Gottes den Gedanken, dass Gott mir immer beisteht – in allen Situationen meines Lebens. Vom Heiligen Geist als Beistand ist auch in Joh 15, 26 die Rede: „Wenn aber der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.“

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Vielfältige Bedeutung

Ich denke, der Heilige Geist hat sehr vielfältige Bedeutungen. Neben dem Gedanken des Beistands erfahre ich ihn auch als das, was mich innerlich immer wieder berührt und lebendig werden lässt. Da, wo ich Feuer und Flamme für etwas bin, da ist auch der Geist Gottes.

Der Geist Gottes ist also sehr vielseitig. Dieser Aspekt kann für das Zugehen auf Pfingsten wichtig sein, denn wir können uns die Frage stellen, was wir mit dem Heiligen Geist verbinden. Was begeistert mich? Wofür brennt mein Herz? Wann und wo spüre ich den Geist Gottes?

Vielleicht dann, wenn ich mit meiner besten Freundin etwas unternehme? Dann, wenn ich meinem Hobby nachgehe? Oder einfach bei einem Spaziergang in der Natur? Wann fühlen Sie sich im Herzen erfüllt und lebendig?

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Zeit, in sich hinein zu hören

Oder erlebe ich es, dass da kein Geist ist, der mich lebendig macht oder mir beisteht? Sondern ich komme nicht aus meinem Trott heraus und fühle mich eher wie eine leere Hülle. Weht dann der Geist überall, nur nicht bei mir? Solche Momente kennen viele Menschen. Man fühlt sich energie- und antriebslos, statt lebendig und voller Elan. Ich denke, diese Phasen gehören auch zum Leben und doch wünsche ich jedem Menschen, dass solche Momente vorbeigehen und von der Lebendigkeit des Geistes abgelöst werden.

Vielleicht ist es daher gerade jetzt an der Zeit, in sich hinein zu hören und zu erspüren, ob nicht doch ein Funke des Geistes im Innersten schlummert. Vielleicht begegnet uns Gottes Geist viel öfter, nur wir bemerken es nicht. Umso schöner ist es dann, wenn wir seine Gegenwart plötzlich spüren.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit offenen Augen und Herzen durch den Alltag gehen können und dass Ihnen der Geist begegnet und Sie erfüllt.

Herzliche Grüße

Monika Boschert,

Pastoralreferentin in der

SE Walldorf-St. Leon-Rot

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