Kultur - Verlängerter Lockdown macht abermals eine Änderung des Programms erforderlich Theater Sapperlot verschiebt den Neustart jetzt auf April

Von 
Nina Schmelzing
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Das Duo „Die Feisten“ soll zu den ersten Künstlern beim Restart des Sapperlot gehören. Zuvor ist am 11. April Travestiestar „Elke Winter“ angekündigt. © Sapperlot

Lorsch. Die Vorhänge müssen weiterhin geschlossen bleiben. Der abermals verlängerte bundesweite harte Lockdown, der nun bis mindestens Mitte Februar läuft, verschiebt auch den geplanten Restart im Theater Sapperlot. Die Lorscher Theatermacher hatten lange gehofft, dass die Bühne zumindest ab März endlich wieder freigegeben werden kann. Ein abwechslungsreiches Programmangebot war arrangiert. Jetzt aber müssen zahlreiche Gastspiele schon wieder vertagt werden.

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Allein für die neun für den März fest vereinbarten und beworbenen Vorstellungen sind neue Auftrittstermine erforderlich. Kabarettist Robert Kreis sollte am 5. März ursprünglich den Auftakt beim Neustart machen. Auch für so bekannte Künstler wie Jess Jochimsen und Stephan Bauer, René Sydow, Martin Fromme und Blötzinger waren und sind Ersatztermine zu vereinbaren.

Viele davon hat Theater-Inhaber Hans-Peter Frohnmaier schon neu festmachen können. Der Auftritt von Robert Kreis etwa ist jetzt für Mitte November vorgesehen, der gebürtige Münchner Jess Jochimsen kommt im Oktober an die Bergstraße. Bis in den April 2022 reicht die Programmübersicht inzwischen: Da werden an zwei Tagen nacheinander zum Beispiel erst Fee Badenius und dann René Sydow zu begrüßen sein.

Sobald nach dem monatelangen Lockdown wieder ein Kulturleben zugelassen wird, wollen Künstler und Veranstalter loslegen. Eine gewisse Vorlaufzeit ist aber erforderlich, bis alles steht: Vom Vertrag mit dem Künstler bis zum Werbeplakat und den Tickets sowie dem gewohnten Service fürs Publikum soll schließlich alles stimmen. Ein nicht unerheblicher organisatorischer Aufwand. Der Start im März wäre nun zu knapp.

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Im April soll die ersehnte Theatersaison nun beginnen. Eröffnet wird die Saison mit Travestiestar Elke Winter am 11. April. Gleich fünf Abende in Folge wird beste Unterhaltung versprochen. Musikcomedy mit „Die Feisten“ ist für den“Re-Re-Restart“ am 21. April angekündigt. Am 22. April ist Andreas Rebers angesagt, für den 23. steht das Künstler-Paar Carrington-Brown auf der Bühne. Am 24. April ist Tina Teubner dran und am 25. Gardi Hutter.

Und wo sind die Gastspiele zu erleben? Das ist noch offen. Sicher ist aber, dass auf jeden Fall eine geeignete Räumlichkeit zur Verfügung steht, wenn es soweit ist. Seit fast einem Jahr muss das Sapperlot wegen Corona schon darauf verzichten, in seine schöne, gemütlich-kleine Theaterscheune einzuladen. Solange es in der Corona-Krise möglich war, wurde deshalb in der Mehrzweckhalle in Einhausen gespielt.

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Die Halle in Einhausen stünde weiterhin bereit, wenn die Lorscher erneut „Asyl“ benötigten. Ihre angestammte Spielstätte in der Stiftstraße wäre ebenfalls startbereit, wenn die Corona-Regeln gelockert werden. In Lorsch haben die Sapperlots sie neuen Anforderungen angepasst. Es wurde zum Beispiel in die Haustechnik investiert. Raumlüfter reinigen die Theaterluft von infektiösen Aerosolen und Viren, berichten die Theatermacher. Die Anschaffung der insgesamt 13 Geräte sei durch eine Förderung über die Stadt und die Entwicklungsgesellschaft Lorsch ermöglicht worden sowie Spenden von Theaterfreunden, betonen sie dankbar.

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Man habe einen starken Zusammenhalt erlebt und wolle die Krise durchstehen, heißt es von den Theatermachern. Alle Tickets behalten auch nach den Umbuchungen ihre Gültigkeit, erinnern sie.

In der neuen Veranstaltungsübersicht wird auch schon auf das Sommerfest hingewiesen. Am 10. September wird dazu in der Reihe „Kultursommer Südhessen“ die Formation „Dreiviertelblut“ im Lorscher Sapperlot auftreten.

Redaktion