SG ASV/DJK Eppelheim - Dem neuen Trainer sind die vielen Gegentore der Vorsaison ein Dorn im Auge / Neuzugang Dennis Maxwell-Ludkowski soll seine Knipserqualitäten aufblitzen lassen Staffeldt will die Defensive stabiler machen

Von 
Lothar Fischer
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Das Team der SG ASV/DJK Eppelheim: hinten v. l. Patrick Lehr, Benjamin Dittmer, Dennis Maxwell-Ludkowski, Tim Jansen, Luca Bauer, Sebastian Fenyö, Tobias Treiber, Co Trainer Johann Sitnikow. Mitte v. l. Trainer Timo Staffeldt, Physio Carmen Brückner, Torwarttrainer Rainer Hauck, Sebastian Huber, Patrick Greulich, Fabian Köbler, Max Weiss, Teammanager Thorsten Beck, Stv. Abteilungsleiter Andreas Stephan, Abteilungsleiter Achim Scharwatt; vorne v. l. Philipp Beisel, Christopher Neusser, Tobias Baumann, Mo-hamed Bel Hadj, Domeninik Machmeier, Jannik Martin, David von Geiso, Dennis Sommer. Auf dem Bild fehlen Christian Zeilfelder, Patrick Marinkas, Tristan Grün. © Fischer

Seit drei Jahren versucht man beim Fußball-Landesligisten SG ASV/DJK Eppelheim den Kader qualitativ zu verbessern, doch der Ertrag blieb bisher aus. Speziell in den Heimspielen bekamen die Eppelheimer Anhänger in ihrem schmucken Sportpark in der abgelaufenen Saison meist nur Magerkost geboten. Damit soll nun Schluss sein. Mit Trainer Timo Staffeldt – das war von einigen Spielern in Erfahrung zu bringen – ist mehr Zug in der Mannschaft eingetreten.

Kader SG ASV/DJK Eppelheim

Trainer: Timo Staffeldt (35)

Co-Trainer: Johann Sitnikow (33/FV Nußloch),

Tor: Dominik Machmeier (23), Mohamed Bel Hadj (28), Giovanni Vitali (30/VfB Leimen)

Abwehr: Sebastian Huber (23), Se-bastian Fenyö (28), Tobias Treiber (27), Max Weiss (28), Fabian Köhler (28), Luca Bauer (24), Benjamin Dittmer (22), Christian Zeilfelder (37/Spvgg 06 Ketsch), Dennis Sommer (27/TuS Mechtersheim), Tim Jansen (22), Johann Sitnikow (33/beide Nußloch).

Mittelfeld: Patrick Marinkas (27), Tobias Baumann (26), Christopher Neusser (29), Tristan Grün (27), Timo Staffeldt (35), Patrick Lehr (23/FV Brühl).

Angriff: Jannik Martin (21), Patrick Greulich (29), David von Geiso (25/FC Bammental), Dennis Maxwell-Ludkowski (29/Fortuna Heddesheim/USA), Can Filyos (21/SV 98 Schwetzingen) Philipp Beisel (25).

Abgänge: Marcel Hofbauer (ASC Neuenheim, Lukas Skandik (FV Brühl), Alexander Pölzer (SV Heimstetten), Nicolas Dawid (FC Dossenheim), Yves Hilger (SV Kirchzarten), Danny Karlein (pausiert), Philipp Beisel (pausiert), Tobias Köbler (pausiert), Manuel Kieser (SG ASV/DJK Eppelheim II).

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Der Ex-Profi will seinen Fokus mehr auf die Abwehr legen und bedient sich dabei einer Fußballerweisheit: Der Angriff gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften. „Wir haben letztes Jahr zu viele Gegentore bekommen und vorne zu wenig geschossen, daran müssen wir etwas ändern“, spricht der 35-Jährige Klartext. Mit den Verpflichtungen von Dennis Sommer, Christan Zeilfelder und Johann Sitnikow sowie in der Hinterhand den wieder erstarkten Kapitän Sebastian Fenyö, Max Weiss, Tobias Treiber und Lucas Bauer sollte die Baustelle geschlossen sein.

Torjäger gesucht

Wie sieht es im Angriff aus? Mit Dennis Maxwell Ludkowski, David von Geiso und Can Filyos wurde auch da bei den Eppelheimern investiert. Auf Patrick Greulich angesprochen, der nach seinem Wechsel im vergangenen Jahr von Brühl nach Eppelheim bisher noch nicht seine gewohnte Treffsicherheit unter Beweis stellen konnte, meinte Staffeldt: „,Greule‘ war in Brühl der Topscorer und das System war dort auf ihn ausgelegt. Mir war schon bewusst, dass er, wenn er zu uns kommt, keine 20 Tore mehr schießen wird. Dennoch war er unser Topscorer. Er wird auch dieses Jahr wieder seine Tore machen. Wir dürfen nicht alles auf seine Schultern abladen und es sind jetzt auch seine Mitspieler gefragt, mehr Torgefahr zu entwickeln“, stellt Staffeldt klar und traut auch Neuzugang Dennis Maxwell-Ludkoswki zu, dass er im Sturmzentrum seine Knipserqualitäten aufblitzen lässt. „Dennis war zu Anfang der Vorbereitung verletzt und musste eine kleine Pause einlegen. Er war lange Zeit mit seiner Familie in Amerika und benötigt sicherlich noch etwas Zeit, um sich hier in Deutschland wieder einzugewöhnen. Hier trifft er auf ein neues Team, das muss er jetzt erst einmal alles verarbeiten. Ich bin mir aber sicher, dass er für uns noch sehr wertvoll werden wird“, lässt Staffeldt weiter wissen.

Der SG-Coach schiebt die Favoritenrolle weit von sich: „Wenn ich mir anschaue, wie die meisten Vereine personell investiert haben, dann muss man von einer starken Landesliga ausgehen. Wenn man ein Saisonziel in die Öffentlichkeit bringt, ist man leicht angreifbar. Ich möchte lieber intern in Ruhe mit meiner Mannschaft unser Vorhaben besprechen und kontinuierlich darauf hinarbeiten.“

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Staffeldt selbst willin der kommenden Runde überwiegend an der Außenlinie agieren und nur im äußersten Notfall wieder seine Kickstiefel schnüren. Seine Protagonisten auf dem Spielfeld sind nun gefragt und seine bevorzugten Spielsysteme lauten 4-2-3-1 oder 3-4-3.

Der erste Härtetest im Pokal gegen den Ligakonkurrenten SV 98 Schwetzingen wurde mit 0:3 verloren, was im Eppelheimer Lager allerdings nicht als Beinbruch angesehen wurde. Die ersten drei Punktspielbegegnungen gegen FC Türkspor Mannheim (A), TSV Neckarbischofsheim (H) und gegen DJK/FC Ziegelhausen Peterstal (A), scheinen aber nicht minder schwer zu werden.

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Unser Tipp: Timo Staffeldt ist zuzutrauen, dass er den Abwehrverbund stabiler macht und die Eppel-heimer Mannschaft auf einen der vorderen Plätze bringt.

Freie Autorenschaft Lothar Fischer ist ein Kenner in Sachen Fußball in der Region.