SG Oftersheim - Trainer Antonino Casciaro setzt nach der erfreulichen Rückrunde weiter auf Zusammenhalt, Teamgeist und Einsatz Möglichst einen Platz verbessern

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Andi Nowey und Andi Nowey
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Diese Rolle hatte man der SG Oftersheim nicht zugetraut. Nach dem großen Umbruch im vergangenen Winter, als die zweite Mannschaft abgemeldet und in den A-Klassen-Kader hochgehievt worden war, sahen nicht wenige die Mannschaft von Trainer Antonino Casciaro als Kanonenfutter an. Doch das Team gewöhnte sich schnell an den rauen Ton in der A-Liga und erarbeitete sich immer mehr den sympathischen Ruf der „Jungen Wilden“.

Die Neuzugänge der SG Oftersheim I, die in der A-Klasse spielt: hinten v. l. Markus Ferma, Daniel Heid, Nico Langenbahn, Kevin Huber, vorne v. l. Vincent Wagner, Max Arnold und Kevin Weiß. © Fischer
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„Der Zusammenhalt, Teamgeist und der Einsatz von jedem einzelnen waren die Garanten für den guten Saisonabschluss“, damit hat Casciaro insbesondere die weichen Werte innerhalb eines Teams als die Erfolgsgaranten ausgemacht. In der Rückrundentabelle erreichte die SGO sogar einen hervorragenden siebten Rang.

Parisi will auf Rang vier bis acht



Nach nur einem halben Jahr Pause ist die SG Oftersheim wieder am Start. Dem hervorragenden Unterbau in der Jugendarbeit sei Dank, dass der Club nun wieder an vergangene Zeiten anknüpfen und ein Reserveteam in den Spielbetrieb schicken kann.

Mit Stefano Parisi, der vom SV Rohrhof II kam, steht ein Mann auf der Kommandobrücke parat, der seine ersten Erfahrungen als Trainer einer Senioren-Mannschaft sammeln kann und gleichzeitig hervorragend ins Anforderungsprofil gepasst hat. „Ich hatte hier sehr gute Gespräche. Die Entwicklung in Oftersheim ist sehr positiv, da bei der SGO sehr engagierte Leute am Werke sind“, freut sich Parisi auf die Aufgabe.

Sein Hauptfokus soll auf die Rolle am Spielfeldrand konzentriert werden, selbst die Fußballschuhe werde er nur noch im Notfall schnüren. „Wir haben für beide Teams einen sehr großen Kader und auch in der A-Jugend sehr gute Spieler, so dass ich aller Voraussicht nach nicht mehr spielen werde“, so Parisi.

An alte Zeiten anknüpfen

Als die SG Oftersheim II im vergangenen Winter vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde, belegte sie in der Kreisklasse B1 den fünften Tabellenrang. Es ist eine Platzierung, an der sich Parisi trotz eines neuen Kaders gerne orientieren möchte. „In der Runde strebe ich schon Platz vier bis acht an“, sagt er. „Meine persönliche Zielsetzung ist aber, so viele junge Spieler wie möglich an die erste Mannschaft heranzuführen.“ Es entsteht etwas bei der SG Oftersheim und es erscheint nicht unrealistisch, mit dem eingeschlagenen Weg an frühere Zeiten anknüpfen zu können.

Vorbildliche Jugendarbeit

Dank der vorbildlichen Jugendarbeit am Hardtwald können die Oftersheimer mit Beginn der neuen Saison auch wieder eine zweite Mannschaft stellen. Insgesamt sieben Spieler stoßen von den A-Junioren in den Seniorenbereich hinzu, zudem vervollständigen einige Rückkehrer das Gebilde. Casciaro hat die Qual der Wahl, was so weit ging, dass der Trainer zum Redaktionsschluss dieser Fußball-Beilage noch keine personelle Trennung der beiden Spielerkader abgeben konnte.

„Alle Neuzugänge sind gute Verstärkungen für beide Teams“, lobt der Trainer, der sich freut, mit Stefano Parisi den Wunschkandidaten für die B-Klassen-Mannschaft gefunden zu haben. „Es gab mehrere Gespräche, aber Stefano hat am besten zu den Teams und zu uns gepasst.“ Dass die beiden gemeinsam den besten Weg für die zwei Teams suchen, ist selbstverständlich.

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Wo der Weg der SG Oftersheim in dieser Saison hingeht, ist derzeit noch eine Wundertüte. Auch Casciaro hält sich da pragmatisch an der Vorjahresplatzierung fest. „Wenn möglich um einen Platz verbessern“, sagt er, schiebt aber mit einem Augenzwinkern noch ein wenig Wunschdenken nach: „Aber ich bin für alles zu haben.“

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Freie Autorenschaft Schwerpunkte: Mannheimer Kreisfußball, Kreisklassen A und B, Kreispokal, Waldhof-Legenden