Grünen-Fraktion - Kreis peilt Klimaneutralität für 2040 an / Wichtiger Schritt nach vorne Herausforderung und Chance

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zg
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Rhein-Neckar-Kreis. Einstimmig wurde auf der letzten Sitzung des Kreistags die Offenlegung des Entwurfs zum neuen Klimaschutzkonzept beschlossen: Darin setzt sich der Kreis das Ziel, die gesamten Treibhausgasemissionen im Kreis bis 2040 auf null herunterzufahren. Dazu und in welchen Schritten die nötige Nutzung Erneuerbarer Energien ausgebaut werden kann, soll nun rasch eine detaillierte Studie erstellt werden. Parallel dazu ist nun ab Anfang Januar die Öffentlichkeit eingeladen, ihre eigenen Vorschläge einzubringen, wie sie sich einen Klimaschutz hier vor Ort wünscht, heißt es in Mitteilung der Fraktion der Grünen.

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„Das ist ein wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung“, freut sich Grünen-Kreisrat Stefan Geißler: „Dass bei diesem wichtigen Thema nun ein so breiter Konsens im Rat und in der Verwaltung herrscht, ist eine sehr gute Nachricht für den Klimaschutz: In diesem Geiste können nun auch die konkreten Maßnahmen zur Umsetzung beschlossen und angegangen werden.“

Beharrlich hätten die Grünen über Monate für eine andere Gangart bei dem Thema argumentiert. So wurden auf ihre Anregung Exkursionen zu Modellregionen durchgeführt, in denen längst erfolgreich die Energiewende praktiziert werde und damit auch wirtschaftlich große Erfolge erzielt würden.

In interfraktionellen Videokonferenzen mit Wissenschaftlern habe man Belege geliefert, dass eine hundertprozentige Versorgung mit Erneuerbaren Energien realistisch sei. „Ein Stück weit hat die Kreisräte wohl auch unser Hinweis bei der Ehre gepackt, dass der Rhein-Neckar-Kreis derzeit bei den Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg nachweisbar alles andere als Vorreiter ist, sondern im Gegenteil einen riesigen Rückstand gegenüber den aktiveren Regionen aufzuholen hat“, kommentiert Geißler.

Ein mutiger Plan

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Unscheinbar auf Seite 61 des Entwurfs verstecke sich die Zeitenwende im Klimaschutz: Ausgehend von dem derzeitigen Niveau von 45 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß im Kreis pro Jahr skizziere das Papier einen Pfad, der kurz vor 2040 bei Null angelange. Mit diesem mutigen Plan lasse der Rhein-Neckar-Kreis die derzeitigen Ziele des Landes ebenso hinter sich wie die Deutschlands oder der EU. Damit meine man es , laut Mitteilung der Grünen „nun ernst mit dem Tempowechsel im Klimaschutz“.

Eine Potenzialanalyse über die verfügbaren Mengen an Energien aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasser und Geothermie sowie das Potenzial der notwendigen Einsparung von Energie solle nun umgehend in Angriff genommen werden. Die Bevölkerung sei ab sofort dazu eingeladen, ihre Sicht in die Diskussion einzubringen. „Denn bislang steht dieses an sich begrüßenswerte Ziel noch einsam im vorliegenden Entwurf: Noch gibt es keine Details, wie der dafür nötige Umbau auszusehen habe. Hier müssen jetzt rasch Nägel mit Köpfen gemacht werden“, so Jochen Schwarz, der für die Grünen im eigens eingerichteten Klima-Lenkungskreis des Kreises mitarbeitet.

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Allein die AfD, für die der menschengemachte Klimawandel nach wie vor schlicht nicht existiere, wirke daran nicht mit. „Darauf kommt es zum Glück nicht an, bei über 90% Zustimmung der anderen Fraktionen. Wir haben jetzt keine Zeit zu verlieren, sondern müssen umgehend in die Umsetzung einsteigen“, erklärt Fraktionssprecher Ralf Frühwirt. zg