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Parktheater - Christian Habekost gastiert am 16. Juni mit neuem Programm in Bensheim

Dialekt als Waffe, Humor als Therapie

Von 
Thomas Tritsch
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Christian „ Chako“ Habekost tritt mit seinem neuesten Programm „Life is ä Comedy“ am 16. Juni im Bensheimer Parktheater auf. © Manfred Rinderspacher

Bensheim. Zwischen Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg muss sich die Spaßindustrie gehörig strecken, um dem Leid ein Lachen abzutrotzen. „Humor war schon immer eine Therapieform“, sagt Christian „Chako“ Habekost kurz vor der Premiere seines neuen Programms mit dem vielsagenden Titel „Life is ä Comedy“, das am 28. Mai im Mannheimer Capitol uraufgeführt wurde. Die Vorpremiere war ein Heimspiel in Bad Dürkheim. Am kommenden Donnerstag, 16. Juni, gastiert der Pfälzer Mundart-Comedian, Musiker und Autor nun im Bensheimer Parktheater.

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Auf Bensheim freut er sich – nicht nur wegen des Publikums, das seinen Zungenschlag aufgrund der geografischen und dialektalen Nähe mühelos versteht. „Ich liebe das Parktheater!“ Der Raum mit Empore und Balkon ermögliche ein grandioses Live-Erlebnis für die Zuschauer genauso wie für den Künstler auf der Bühne.

Die Pandemie habe er bislang gut überstanden, sagt er. Während der Zwangspause hat er ein Reggae-Album aufgenommen und eine Liveband gegründet. Nicht die erste. Das aktuelle Projekt heißt Chako’s HaardtBeat. Und gemeinsam mit seiner Frau Britta hat er einen weiteren Band der „Elwenfels“-Serie fertiggestellt, den Krimi „Weingartengrab“. Der Begriff Corona kommt darin nicht vor.

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Auch auf der Bühne hat „Chako“ 2022 eine pandemiefreie Zone eingerichtet. Angesichts der globalen Krisen brauche der Mensch etwas Abstand zum schrecklichen Alltag. Ein Wohlfühlprogramm als Lachpause zwischen zwei Nachrichtenmeldungen. Endorphine gegen trübe Gedanken, Glückshormone gegen Eintritt. „Darin sehe ich meine Aufgabe“, so Christian Habekost, der „Life is ä Comedy“ in relativ kurzer Zeit (zwei Monaten) geschrieben hat. Wahrscheinlich ging es auch deshalb so flott, weil er darin über weite Strecken die eigene 60-jährige Biografie aufgearbeitet hat.

Man erfährt, wie es passieren konnte, dass sich der Bub trotz des Migrationshintergrunds der hochdeutsch parlierenden Eltern zu einem versierten Dialektsprecher sozialisiert hat, der später sogar zum promovierten Sprachwissenschaftler wurde. Weil er an der Uni keine Stelle bekam, hat er den akademischen „Elfenbeinturm“ verlassen und ist – beinahe zufällig – auf der Kabarettbühne gelandet.

Jetzt darf er endlich wieder auftreten: „Das direkte Erlebnis hat mir gefehlt“, sagt er und freut sich auf die Tour. Aber er weiß auch, dass viele Kulturarbeiter – darunter auch Caterer und Techniker – nicht mehr zurückkommen werden. Kultur müsse daher konsumiert werden, damit sie überleben kann. Am 16. Juni ist dafür eine gute Gelegenheit.

Karten gibt es noch im Vorverkauf, unter anderem im BA-Medienhaus oder online unter www.eventim.de.

Freier Autor

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