Interview - Neuzugang Jonas Meier-Küster soll zum Kopf der Brühler Mannschaft werden / Kader besitzt für ihn Potenzial „Das ist für mich keine Bürde“

Von 
Lothar Fischer
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Dem Trainer des Fußball-Landesligisten FV Brühl, Volker Zimmermann, ist mit der Verpflichtung von Jonas Meier-Küster ein Wunschspieler ins Netz gegangen. Der 30-jährige Mittelfeldspieler vom VfR Mannheim soll laut Zimmermann mit seiner Erfahrung die neu formierte Elf führen und zum Kopf der Mannschaft werden. Wie befragten den Neuzugang, wie er mit Verantwortung umgeht und warum er eine Klasse tiefer gewechselt ist.

Jonas Meier-Küster bringt genug Erfahrung mit. © Fischer
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Was gab den Ausschlag, als ehemaliger Verbands - und Oberligaspieler, zum Landesligisten nach Brühl zu wechseln?

Jonas Meier-Küster: Ich habe jetzt zwölf Jahre Verbands und Oberliga gespielt. Die Landesliga empfand ich schon immer als eine sehr interessante Liga. Die Vereine liegen geografisch sehr nahe beieinander und somit kommt es zu vielen Derbys, die Spannung versprechen. Auch bin ich der Meinung, dass in der Landesliga guter Fußball gespielt wird. Für mich ist es zugleich eine neue Herausforderung und ich denke, dass mir der Tapetenwechsel gut tut.

Sie waren zuletzt beim Verbandsligisten VfR Mannheim nur noch in der Reservemannschaft eingesetzt, wie erklären sie sich das?

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Meier-Küster: Das ist richtig, dass ich zur Rückrunde für die zweite Mannschaft des VfR aufgelaufen bin. Um das ganze Thema, wie es dazu kam zu erläutern, würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Nur so viel: Meiner Meinung nach habe ich in der Vorrunde keine schlechten Spiele abgeliefert und folgerichtig auch meist in der Stammelf gestanden. Im Winter wurde ich zu einem Gespräch gebeten, wo mir mitgeteilt wurde, dass der Verein nicht mehr mit mir plant und ich nur noch in der zweiten Mannschaft spielen kann. Als Grund wurde nicht meine sportliche Leistung angegeben, sondern zwischenmenschliche Probleme ins Spiel gebracht. Viel mehr kann und möchte ich dazu nicht mehr sagen.

Jetzt in ihrem neuen Verein sollen sie wieder Verantwortung übernehmen und zum Kopf der Mannschaft werden. Wie gehen sie mit der Bürde um?

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Meier-Küster: Das ist für mich keine Bürde, denn der Aufgabe stelle ich mich gerne. Ich freue mich riesig auf die neue Saison. Die Brühler Mannschaft besteht aus sehr guten Charakteren und man spürt, dass hier ein gutes Team zusammenwachsen kann. Da wir sehr viele junge Spieler im Kader haben, glaube ich auch, den einen oder anderen guten Tipp weitergeben zu können.

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Wie stark ordnen Sie ihren Verein in der kommenden Saison ein?

Meier-Küster: Die Liga ist meines Erachtens sehr ausgeglichen. Ich denke, dass unsere Mannschaft das Potenzial besitzt, eine gute Runde zu spielen und hierzu möchte ich meinen Beitrag leisten. Auf welchem Platz wir am Ende landen, kann ich nicht sagen. Wenn wir unseren eingeschlagenen Weg konsequent verfolgen und mutig Fußball spielen, dann sollte uns keiner unterschätzen.

Freier Autor Lothar Fischer ist ein Kenner in Sachen Fußball in der Region.