Woche der Umwelt - AVR stellt ihre Aufklärungskampagne „#wirfuerbio“ in Berlin vor/ Auf Einladung des Bundespräsidenten Damit kein Plastik mehr im Biomüll ist

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zg
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Sinsheim/Kreis. Unter dem Motto „#wirfuerbio“ haben sich die kreiseigenen AVR-Unternehmen vor zwei Jahren einer bundesweiten Informations- und Aufklärungskampagne der deutschen Abfallwirtschaftsgesellschaften angeschlossen. Das gemeinsame Ziel der Unternehmensgruppe: die Bürger im Rhein-Neckar-Kreis für das bewusste Mülltrennen zu sensibilisieren und den Plastikanteil im Bioabfall deutlich zu reduzieren, heißt es in einer Pressemitteilung der AVR.

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„Für die Qualität der Produkte, die in unserer Bioabfallvergärungsanlage entstehen, ist ein möglichst „sauberer Biomüll“ von großer Bedeutung. Mit der Kampagne ist es uns gelungen, hier einen großen Schritt nach vorne zu machen, der Erfolg ist deutlich sichtbar. Die Qualität des Biomülls hat sich im Vergleich zu anderen deutschen Verwertungsstandorten hervorragend entwickelt“, informieren Peter Mülbaier (Geschäftsführer AVR UmweltService) und Katja Deschner (Vorständin AVR Kommunal).

Die beiden haben jetzt noch einen weiteren Grund zur Freude, denn der sympathischen und augenfälligen Kampagne wird im Sommer eine ganz besondere Wertschätzung zuteil: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lädt zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 9. und 10. Juni die Macher von „#wirfuerbio“ nach Berlin ein. 190 Aussteller werden bei der „Woche der Umwelt“ im Park von Schloss Bellevue innovative Ideen und Projekte rund um Umweltschutz und Nachhaltigkeit präsentieren und die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Chancen in den Fokus der Öffentlichkeit rücken.

„Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg. Die Aktion #wirfuerbio erzeugt in der Tat ein Umdenken und verbessert zudem das Image des Biomülls. Die Kampagne zeigt, wie gut gemeinsame Aufklärungsarbeit in der heutigen Zeit funktionieren kann. Die jetzt anstehende Einladung zur Woche der Umwelt ist eine große Chance, noch mehr Bewusstsein für störstofffreien Biomüll zu schaffen“, sind sich Deschner und Mülbaier einig.

Gemeinsam mehr erreichen

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Aus Biomüll wird Biokompost – das Sinnbild der Kreislaufwirtschaft. Vielerorts wird auch Bioenergie in Form von Strom und Wärme erzeugt. Leider ist der Bioabfall oft mit Störstoffen – vor allem Plastiktüten – verunreinigt. Trotz modernster Technik bleiben dann Plastikteile im Biokompost. Das muss verhindert werden, um gesetzliche Grenzwerte einzuhalten und den Kunden ein Produkt von höchster Qualität zu bieten, das wieder auf die Felder ausgebracht werden kann. Die Aktion „#wirfuerbio“ schafft dafür das Bewusstsein in der Bevölkerung, erzeugt ein Umdenken und verbessert das Image des Biomülls. 2018 mit 23 Teilnehmern gestartet, haben sich inzwischen 55 Abfallwirtschaftsbetriebe aus ganz Deutschland der Kampagne angeschlossen.

Alle kommunizieren gemeinsam mit der Dachkampagne „#wirfuerbio“ und mit starken Kampagnenmotiven on- und offline. So zeigen alle Entsorgungsbetriebe gemeinsam, dass Biomüll wertvoll ist. Neben der Reduktion der Störstoffquote ist die überregionale Verbreitung der Kampagne der größte Erfolg. Die AVR Unternehmen sind seit Juli 2018 Jahr Teilnehmer.

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Bei der Woche der Umwelt bekommen die Besucher einen Einblick in die Vielfalt neuer, umweltfreundlicher Technologien, Produkte, Dienstleistungen und Konzepte für eine verantwortungsvolle Gestaltung unserer Zukunft. Inhaltlich stehen die großen Themen Klimaschutz, Erhalt der biologischen Vielfalt und Digitalisierung besonders im Fokus.

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Zum sechsten Mal seit 2002 findet diese Umweltmesse des Bundespräsidenten – sofern Corona dem ganzen Vorhaben nicht einen Strich durch die Rechnung macht – in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt. „Der Expertenjury sei die Auswahl aus den über 440 Bewerbungen von hoher Qualität nicht leicht gefallen“, sagte Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU. Beachtet habe die Expertenjury bei der Auswahl der Aussteller besonders die Qualität, das Innovationspotenzial und die Modellhaftigkeit der Projekte. Das einzelne Vorhaben sollte ein hohes gesellschaftliches, technisches und wirtschaftliches Umsetzungspotenzial haben. Am zweiten Veranstaltungstag öffnet die große Umweltschau ihre Tore auch für die interessierte Öffentlichkeit. Neben den zahlreichen Informationsständen sind über 90 Fachforen mit rund 300 Experten geplant. zg