Pandemie Kassen: Baden-Württemberger melden sich im Corona-Jahr weniger krank

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dpa/lsw
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Im Südwesten hätten die Erwerbstätigen im Schnitt pro Kopf 12,3 Tage wegen Krankheit an der Arbeit gefehlt, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag mit. © dpa

Stuttgart. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Baden-Württemberg haben sich laut Erhebungen von Krankenkassen im Corona-Jahr 2020 weniger krankschreiben lassen als anderswo in Deutschland. Im Südwesten hätten die Erwerbstätigen im Schnitt pro Kopf 12,3 Tage wegen Krankheit an der Arbeit gefehlt, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) am Donnerstag mit. Das seien knapp drei Tage weniger als im Bundesschnitt. Zu ähnlichen Schlüssen kommt die DAK: In Baden-Württemberg habe es je 100 Versicherten knapp 1260 Fehltage gegeben - etwa 240 weniger als im Bundesschnitt.

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Auch im Vergleich zum Vorjahr - als die Corona-Pandemie Deutschland noch nicht erreicht hatte - sank der Krankenstand in Baden-Württemberg den Krankenkassen-Daten zufolge leicht. Ein Grund sei vermutlich, dass die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch die Übertragungen anderer Krankheiten verhinderten, erklärte Siegfried Euerle, Landeschef Gesundheit der DAK Baden-Württemberg.

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Laut Daten der AOK wurden insbesondere Erkältungskrankheiten bei den Arbeitnehmern im Land deutlich seltener diagnostiziert. Bei Infektionen der unteren Atemwege ging der Anteil gemessen an den Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen demnach im Vergleich zu den Vorjahren um 44 Prozent zurück, bei Infektionen der oberen Atemwege um 13 Prozent. Dabei wurde jedoch der Monat Dezember noch nicht mit eingerechnet.

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