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Corona-Pandemie im Südwesten

Fast fünf Millionen Spritzen in Impfzentren verabreicht - Zweitimpfung hat künftig Priorität

Von 
Kai Plösser
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Impfung gegen das Coronavirus. © Friso Gentsch/dpa

Südwest. Im Land Baden-Württemberg wird noch dieses Wochenende die Marke von fünf Millionen Impfungen gegen das Coronavirus geknackt werden. Davon geht das Sozialministerium des Landes aus, wie es am Samstag mitteilte. „Die leistungsfähige Infrastruktur hat sich bewährt, das ist ein großer Erfolg“, sagte der Amtschef des Gesundheitsministeriums, Uwe Lahl, in Stuttgart und bedankte sich gleichzeitig bei allen Mitarbeitenden in den Impfzentren. Lahl hob aber auch den Impfstoffmangel im Land hervor. Daher seien die Impfzentren nur zu 60 bis 70 Prozent ausgelastet. „Aus diesem Grund setzen wir uns beim Bund auch weiterhin dafür ein, dass die Impfzentren mehr Impfstoff bekommen. Wenn das der Fall ist, können wir sie sofort unter Volllast setzen und weiter Tempo machen“, erklärte Lahl.

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Künftig werden im Land die Zweitimpfungen bei der Impfstoffverteilung Priorität haben. Diese sollen abgesichert werden. „Schon das wird bei den geringen Liefermengen des Bundes nicht einfach. Wir werden, wenn es darüber hinaus möglich ist, auch zusätzliche Mengen in die Regionen geben, wo die Impfquoten vergleichsweise niedrig sind“, kündigte Lahl an.

Lob an Mannheims Impfaktion

Darüber hinaus setzt das Ministerium auch auf Impfaktionen wie sie beispielsweise in Mannheim mit den Quartiersimpfungen oder einem Impfbus, der die Stadtteile anfährt, durchgeführt werden. Dafür gab es ein Lob seitens Lahls: „Ich begrüße es deshalb sehr, dass sich bereits viele Kommunen im Land der Herausforderung stellen, die Impfungen breit in die Gesellschaft zu tragen. Mit sogenannten sozialen Stadtteilimpfungen hat es etwa Mannheim geschafft, die Impfquote in den jeweiligen Stadtteilen deutlich zu steigern – und das bringt natürlich die Impfquote der ganzen Stadt voran.“ 

Bis einschließlich Donnerstag, 3. Juni, wurden mehr als 43 Prozent der Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger mindestens einmal geimpft, gab das Land an. Unter den besonders zu schützenden über 60-Jährigen seien es mehr als 77 Prozent. Impfzentren, mobile Impfteams und seit Ostern auch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte haben gemeinsam dazu beigetragen. Ab der kommenden Woche beginnen auch die Betriebsärztinnen und -ärzte zu impfen.

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