Corona

Erst- und Zweitimpfung im Südwesten: Die Quoten in Mannheim und der Region

Von 
Till Börner
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Laut Sozialministerium sind fast zehn Prozent der Einwohner Mannheims zweimal gegen das Coronavirus geimpft worden. © dpa

Rhein-Neckar. Seit gut vier Monaten wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Wer wann an der Reihe ist, das bestimmt die Prioritätenreihenfolge. Noch warten viele sehnsüchtig auf ihren Impftermin. Nun hat das Sozialministerium Baden-Württemberg die Impfquoten der einzelnen Stadt- und Landkreise im Südwesten veröffentlicht. In Ulm sind bereits 11,7 Prozent der Bevölkerung zweimal - und damit vollständig - geimpft worden. Damit ist die schwäbische Großstadt aktuell Spitzenreiter in Baden-Württemberg. Den niedrigsten Anteil vollständig Geimpfter weist Pforzheim auf - hier liegt die Quote bei 4,2 Prozent. Und wie schneiden die Kreise in der Metropolregion Rhein-Neckar ab?

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  • In Mannheim sind 9,4 Prozent der Einwohner bereits zweimal geimpft worden. Der Anteil derjenigen, die erst eine Impfung erhalten haben, beträgt 17,9 Prozent.
  • Im Rhein-Neckar-Kreis liegen die Quoten etwas höher als in der Quadratestadt: 10,8 Prozent sind schon vollständig geimpft und 25 Prozent haben bereits eine Impfung erhalten.
  • In Heidelberg sind 9,5 Prozent der Stadtbevölkerung vollständig geimpft, 22 Prozent hatten ihre Erstimpfung.
  • Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt der Anteil vollständig geimpfter Menschen bei 7,5 Prozent und 22,2 Prozent der Bevölkerung haben eine Impfung erhalten.
  • Im Main-Tauber-Kreis haben 9 Prozent der Bevölkerung zwei Impfungen bekommen, der Anteil derjenigen mit einer Impfung liegt bei 24,3 Prozent.

Alle Stadt- und Landkreise mit ihren Impfquoten finden Sier hier.

Impfungen, die in Hausarztpraxen vorgenommen wurden, sind nicht in der Statistik des Ministeriums beinhaltet. Einen Überblick zu den Impfungen in Arztpraxen gibt es hier.

"Impfkampagne hat Fahrt aufgenommen"

Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, sieht in den vom Land veröffentlichten Zahlen, dass das Impfen im Südwesten nun Schwung aufgenommen hat: "Ich freue mich natürlich, dass in unserem Kreis die Impfquote überdurchschnittlich hoch ist - noch wichtier als irgendwelche Rankings ist jedoch die Tatsache, dass durch solche Zahlen sichtbar wird, wie stark die Impfkampagne mittlerweile an Fahrt aufgenommen hat." 

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Laut Sozialministerium beziehen sich die Impfquoten der Kreise auf die jeweiligen Wohnorte der Bürgerinnen und Bürger und sind unabhängig davon, wo die Impfungen stattfanden. Das Ministerium kommt in seiner Pressemitteilung zu dem Schluss, dass Impfquoten besonders in Universitätsstädten und teilweise im landlichen Raum hoch sind. Städte mit größeren Bevölkerungsgruppen, die im Durchschnitt sozioökonomische Bedingungen wie eine hohe Arbeitslosigkeit und ein niedriges Bildungsniveau aufweisen, haben in Baden-Württemberg oft niedrigere Quoten.

Redaktion Redakteur in der Onlineredaktion

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